Astrofotografie Sternbilder

Schlange - Serpens (Ser)

Beste Sichtbarkeit (obere Kulmination) um Mitternacht ist am 3. Juni.

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Beschreibung

Die Schlange ist das einzige Sternbild am Himmel, das aus zwei nicht zusammenhängenden Teilen besteht. Die beiden Teile werden aus lang gezogenen Sternketten gebildet, die vom Schlangenträger (Ophiuchus) unterbrochen werden. Der westliche Teil der Schlange wird als Serpens Caput (lat. Kopf der Schlange), der östliche als Serpens Cauda (Schwanz der Schlange) bezeichnet. Der Kopf hat eine markante Dreiecksform.

Serpens Cauda liegt im Randbereich der Milchstrasse. Hier findet man den bekannten Gasnebel M 16, auch Adlernebel genannt, und den offenen Sternhaufen IC 4756.



Geschichte

Die Schlange gehört zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Ptolemäus beschrieben wurden.

1970 wurde in der Schlange die Nova FH Serpentis entdeckt.

Mythologie

Die Griechen der Antike sahen in dem Sternbild eine Schlange, die von dem heilkundigen Asklepios (lat. Äskulap) – dem Schlangenträger – getragen wird. Es handelt sich um die gleiche Schlange, die sich um den Äskulapstab, das Symbol der Heilkunst, windet.

Einer Version nach fiel Glaukos, der Sohn des kretischen Königs Minos, in ein Honigfass und erstickte darin. Der Seher Polyeidos fand den Jungen. Minos liess daraufhin den Seher zusammen mit dem Toten einsperren und befahl ihm, seinen Sohn wieder zum Leben zu erwecken. Als eine Schlange auf Polyeidos zukroch, tötete er diese. Sofort kam eine zweite Schlange mit Kräutern im Maul hinzu und erweckte die tote Artgenossin damit zum Leben. Polyeidos wandte das gleiche Mittel bei Glaukos an, der tatsächlich erwachte. Einer anderen Version nach soll Asklepios den Jungen wieder erweckt haben.



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Quellenangabe

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